Es gibt verschiedene Imaginationsverfahren. Gemeinsam ist ihnen allen die Bildsprache. Je nach Technik werden Bilder, die wir mit uns herumtragen, verarbeitet und umgestaltet, indem frühere Erlebnisse auf- und verarbeitet (umgeschrieben) werden. Die bekannteste Methode ist hier wohl die Arbeit mit dem inneren Kind.

 

Bei vorgegebenen Imaginationen malt der Teilnehmer das innere Bild zu einem gesprochenen Text, ähnlich dem autogenen Training, wobei der Schwerpunkt nicht auf der Entspannung des Körpers, sondern auf der Entspannung der Seele durch entsprechende Bildvorgaben liegt und der Teilnehmer aktiv seine Bilderwelt gestaltet.

 

Bei der Wertimagination nach Uwe Böschemeyer wird über eine vorangehende Entspannung einen entspannten Zustand erwirkt (ähnlich des Moments kurz vor dem Einschlafen, wo verarbeitende Traumbilder sich mit dem erlebten Alltag vermischen). In der Entspannung wird der Zugang zu der eigenen Gefühlswelt gestärkt und es geschieht eine Annäherung an das Unbewusste mit neuen Möglichkeiten der Einflussnahme und Heilung. Im Unterschied zu hypnotischen Verfahren ist der Teilnehmer der Regisseur des Geschehens und es liegt keine Beeinflussung von Aussen vor. Für mehr Informationen empfehle ich das Buch von Uwe Böschemeyer "Unsere Tiefe ist hell". 

 

"Der Mensch wird am Du zum Ich". In der Gruppenimagination ist diese Aussage von Martin Buber besonders tief erfahrbar. In der Wertimagination geht es um die Bewusstmachung des Unbewussten (s.oben), wobei in der Gruppenimagination im folgenden Dialog und der Besprechung der Bilder deren Individualität und Abbildung der eigenen Person noch deutlicher zutage tritt.